Kanadische Goldrute

Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)

Die Kanadische Goldrute ist jetzt überall zu sehen. Ihre leuchtend gelbe Farbe sieht man schon von weitem. Sie wird vor allem für Blasen und Nierenprobleme aber auch bei Insektenstichen und Einrisse der Mundschleimhaut eingesetzt. In Form einer Tinktur kann man das Kraut wegen ihrer pilzhemmenden Eigenschaft auch bei Fuß- und Nagelpilz verwenden.  Sie wird morgens und abends auf den Pilz aufgetragen, bis sich eine Linderung bemerkbar macht.

Als Tee oder Tinktur eingenommen, wirken die Saponine in der Goldrute abschwellend auf Schleimhäute und können somit bei Heuschnupfen eine große Hilfe sein.

Bei Prellungen und Insektenstichen ist das frische, zerriebene Kraut als Auflage eine willkommene Soforthilfe. Die Indianer Nordamerikas verwendeten es auf diese Weise sogar gegen Schlangenbisse.

Die Pflanze kann bis zu 1 ½ Meter hoch werden. Die mehrjährige Staude besitzt eine große Toleranz was Nährstoffe und Feuchtigkeit im Boden angeht. Der grüne Stängel und die Blattunterseite sind leicht behaart, die Blattoberseite ist glatt. Die gekrümmten Rispenäste besitzen einen goldgelben, traubenförmigen Blütenstand.

Das Kraut ist auch eine Färberpflanze, dabei kann die gesamte Pflanze zum Färben verwendet werden. Die gefärbten Stoffe haben je nach Beizung eine braun-gelbe bis goldene Ausprägung. Der durchschnittliche Farbstoffgehalt beträgt 0,5 bis 4 Prozent der Trockenmasse.

Die Blüten schmecken und riechen nach Honig und ergeben einen leckeren Sirup.

Rezept: Goldrutensirup

100 g blühendes Goldruten-Kraut

1 L Wasser

1,5 kg Zucker

Saft von 2 Zitronen

Das Goldrute mit Wasser übergießen und etwa fünf Minuten kochen lassen. Über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag abseihen und mit Zucker und Zitronensaft aufkochen, bis sich eine dickflüssige Konsistenz ergibt. In sterilisierte Flaschen füllen und verschließen. Der Sirup hält sich bei sauberem Arbeiten mindestens ein Jahr.