Das Heidekraut kann bei Rheuma die Schmerzen lindern und somit den Alltag angenehmer gestalten. Äußerlich aufgetragen soll der Tee gegen Ekzeme, Hautausschläge und Hautrötungen helfen.

Vorkommen: trockene Wälder, Heiden, Moore, Bergwiesen

Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)

Volksname: Erika, Besenheide, Immerschön, Besenkraut, Herbstheide, Frühlingsheidekraut, Haadach, Rote Grampen

Verwendung: Blüten, Triebe

Wirkstoffe: adstringierend, antiseptisch, beruhigend, blutreinigend, harntreibend, schlaffördernd, stopfend

Inhaltsstoffe: Arbutin, Saponine, verschiedene Enzyme, Hydrochinon, Flavonglykoside, Kalk, Mineralstoffe, Gerbstoffe

Indikation: Blasenleiden, Gicht, Hautausschläge, Nervosität, Nierenprobleme, Rheuma, Schlafstörungen, Durchspülungstherapie, Harnsteine

Pflanzenbeschreibung

Die Besenheide ist ein immergrünes Gehölz. Der Zwergstrauch kann bis zu 40 Jahre alt werden. In Mitteleuropa kennen wir es als reich verzweigten Zwergstrauch mit einer Wuchshöhe von 30 bis 50 Zentimetern. Das Blattwerk ist dachziegelartig angeordnet. Die Blüten sind rosa bis hellviolett und stehen in langen Blütenständen am Zweigende.

Tee

Der Tee wird bei Rheuma und Gicht eingesetzt aber auch bei Blasen und Prostataleiden kann das Kraut helfen. Der Blütentee mit Honig gesüßt, fördert das Einschlafen.

Besenheide im Haus und Stall

Um Heideflächen zu erhalten, müssen diese regelmäßig gepflegt werden. Früher wurden mit sogenannten “Plaggehauen” die Pflanzen mitsamt Wurzeln ausgegraben, um die Heiden zu verjüngen.

Die ausgegrabenen “Plaggen” wurden als Einstreu oder als Dachmaterial beim Bau von Hütten und Ställen verwendet.

Bachblüten

Unter dem Namen Heather ist das Heidekraut als Bachblüte bekannt geworden.

Es steht für Selbstbezogenheit und Bedürftigkeit im negativen Sinne und für Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen im positiven Heather-Zustand.

Gemmo Mazerat

Verwendet werden die jungen Triebspitzen. Das Triebspitzenextrakt entfaltet eine stark entzündungshemmende Wirkung. Diese wird bei chronischen Blasenentzündungen und aufsteigenden Harnweginfekten genutzt. Auch bei chronisch auftretenden Entzündung der männlichen Vorsteherdrüse (Prostata) kann es hilfreich sein.

Räuchern

Wir sammeln blühende Kräuter von Januar bis April, wenn der Mond aufgeht. Das Heidekraut hilft beim Entspannen und unterstützt alle Arten von Übergängen. Wir können den Plan unserer Seele besser erkennen und den ewigen Kreislauf von Tod, Leben und Wiedergeburt besser verstehen. Wir sehen, dass Zerstörung immer einen Neuanfang bedeutet und dass nur aus dem Chaos Ordnung entstehen kann. Das Heidekraut hilft uns, diesen ewigen Kreislauf zu akzeptieren und zu verinnerlichen. 

Das Kraut wird verräuchert bei Neubeginn. Wenn ein Lebensabschnitt zu Ende geht und etwas Neues ansteht, ist die Schnee-Heide genau das richtige Räucherkraut. Es passt auch hervorragend zu einem Maria-Lichtmess-Ritual. Wir lösen uns von allem, was nicht mehr zu uns gehört. Heidekraut kann allein verräuchert oder in Räuchermischungen verwendet werden. Hier bieten sich vor allem  Wacholder, Efeu, Herzgespann und vor allem Harze wie Fichten-, Kiefern- oder Lärchenharz, Bernstein und Weihrauch sowie Myrrhe an.

Mythen und Legenden

Das deutsche Wort „Heide“ leitet sich vom Wort „kait“ ab, was unbebautes Gebiet bedeutet. Dieses Wort „Heida“, wurde später im Altdeutschen geprägt und wurde schließlich zu „Heide“. Heide spielte nicht nur bei unseren Vorfahren eine heilende Rolle, sondern hat auch tiefe Wurzeln in der keltischen und germanischen Mythologie. Der Legende nach entstand diese Pflanze aus dem Blut von Helden, die im Ödland getötet wurden. 

Räucherworkshop