Haselnuss (Corylus avellana)


Immer wieder ist die Rede davon, dass die Hasel Kraft spendet und die Sinnlichkeit anregt.

Familie: ‎Birkengewächse‎ (Betulaceae)
Volksname: Hexenhasel, Klöterbusk
Erntezeit: ganzjährig
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Eisen, Eiweiß, Flavonoide, Harze, Kalium, Magnesium, Phosphor, Vitamin A,B
Heilwirkung: adstringierend, blutreinigend, blutstillend, schweißtreibend, stoffwechselanregend
Indikation: Durchfall, Erkrankungen der Galle, Geschwüre, Grippe, Hämorrhoiden; Husten, Leberschwäche, Lungenentzündungen, Venenerkrankungen, Wunden

Viele Mythen und Legenden ranken sich um die Haselsträucher. Neben ihren Nüssen kannst du auch Blüten, Blätter und Rinde für deine Gesundheit nutzen. Sie treiben immer wieder von unten neu aus. Wegen der frühen männlichen Blüte sind sie eine wichtige Futterquelle für viele Insekten.

Der Strauch wird bis zu 12 m hoch und bildet eine dichte, buschige Krone.
Die Blätter sind rund-herzförmig und haben einen sägezahnförmigen Rand
Die männliche Blüte hängt den Winter über an den Zweigen
Sie ist etwa 1 cm lang und walzenförmig
Sobald es warm ist, erblüht sie, wird gelblich und etwa 5 cm lang.
Die weiblichen Blüten sind unscheinbar und besitzen kleine rote Fäden.
Die Nüsse sind oval und in einer harten Schale, dadurch sind sie sehr lange haltbar.

In der Ernährung
Die aromatischen Nüsse sind allen bekannt, sie besitzen viele Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß.
Junge Blätter können im Salat gegessen oder mit anderen Wildkräutern zu Spinat verarbeitet werden. Getrocknete, vermahlene Haselkätzchen kann man zum Strecken von Getreidemehl verwenden oder auch süßsauer einlegen.

Tee aus den Blättern
Er wirkt blutreinigend und blutstillend, hilft bei Husten und Magen – Darm Problemen.
Äußerlich können getränkte Kompressen auf Wunden oder schlecht heilende Geschwüre aufgelegt werden.

Tee aus der Rinde
Ein Rindentee wirkt fiebersenkend und fördert die Blutgerinnung. Bei Akne, Ekzemen, Geschwüren und Frostbeulen können in dem Tee getränkte Umschläge Linderung verschaffen.

Tee aus den Blütenkätzchen
Um den Organismus bei einer Grippe oder Lungenentzündung zu unterstützen, kann ein Tee aus den Kätzchen getrunken werden. Dieser wirkt schweißtreibend, stoffwechselanregend und ist auch für eine Frühjahrskur geeignet.

Brötchen mit Haselkätzchen
Zutaten:
250 g Einkornmehl
250 g Kamutmehl
20 g frische Germ
20 g Gerstenmalzmehl
100 ml Buttermilch
50 g Butter
4 Datteln, fein gehackt
2 gestrichene Teelöffel Salz
2 Teelöffel Honig
70 g Haselnüsse, grob gehackt
1 Handvoll frische, geschlossene Haselkätzchen, fein gehackt
ca. 250 ml lauwarmes Wasser

Zunächst werden Einkornmehl, Kamutmehl und Gerstenmalz vermischt und die Germ in die Mehlmischung gebröselt.
Anschließend werden Salz, Honig, Datteln, Haselnüsse und Haselkätzchen zur Mischung gefügt.
Die Buttermilch wird gemeinsam mit der Butter leicht angewärmt, bis die Butter geschmolzen ist und dann dem Mehl gemeinsam mit dem lauwarmen Wasser beigefügt.
Nun wird die gesamte Mischung mit der Küchenmaschine zu einem mittelfesten, glatten Teig geknetet. Der Teig sollte nicht länger als 3 bis 4 Minuten gerührt werden.

Der Teig darf nun, mit einem Geschirrtuch abgedeckt, bei Zimmertemperatur für ca. 30 Minuten ruhen.
Ist er auf die doppelte Menge aufgegangen, kann er weiterverarbeitet werden.
Nun wird der Teig noch einmal kurz mit der Hand durchgeknetet und anschließend in 16 Teile geteilt.

Jeder Teil wird mit den Händen zu einer kleinen Kugel gerollt und anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt. Zwischen den Kugeln sollte mindestens 3 cm Abstand sein. Die kleinen Laibchen dürfen nun, mit einem Tuch abgedeckt, noch einmal für ca. 10 Minuten ruhen.

Nun schneidet man jede Kugel etwa ca. 5 mm tief ein und schiebt das Blech in das auf 210°C vorgeheizte Backrohr. Im Backrohr sollte ein Gefäß mit bereits kochendem Wasser stehen – dann werden die Brötchen saftiger und die Kruste besser.

Die kleinen „Knöpfe“ werden ca. 15-17 Minuten lang gebacken, bis sie an der Oberseite schön goldbraun sind. Auch die Unterseite sollte leicht angebräunt sein.

Das Rezept habe ich von Christina Bachl-Hofmann (gratis Werbung) und die Brötchen sind wirklich gut geworden.