Gewöhnliche Vogelmiere (Stellaria media)

Die Vogelmiere gehört zu den Pflanzen die man unbedingt unter der Lupe ansehen sollte. Ihre winzigen weißen Blüten fallen bei normalen hinsehen nicht auf. Sie sind 4-7 mm groß, die Kronblätter sind tief zweispaltig. Die Blätter sind fiedernervig und die Stängel behaart. Du findest sie in Gärten, Acker, Wege und auch in Blumentöpfen. Eine Pflanze kann bis zu 15000 Samen bilden. Sie wird auch gerne von Vögeln gefressen, daher der Name.

Sie ist eine Wetterprophetin die anzeigt, ob es in den folgenden Stunden regnen wird. Sind die Blüten ganz geöffnet, kann man davon ausgehen, dass in den nächsten 4 Stunden die Sonne scheint.

Ernten kann man sie das ganze Jahr über und in Kräutertopfen, Aufstrichen, Smoothies, Salaten, Eintöpfen oder Suppen genießen. Die Pflanze schmeckt sehr mild und ein wenig nach Mais.

Äußerlich ist das Kraut sehr wirksam bei Ausschlägen. Zusammen mit Spitzwegerich und Zinnkraut hat man eine gute Teemischung und kann damit große Erfolge erzielen.

Sebastian Kneipp entdeckte die Heilkraft der Pflanze und setzte sie als beruhigendes und schleimlösendes Hustenmittel ein. Das Kraut wird auch bei Bluterneuerung und als Impulsgeber bei Nieren- und Blasenleiden verwendet. Die Vogelmiere unterstützt Diäten und hilft bei Schlankheitskuren. Auch bei Hämorrhoiden kann sie helfen. Tee oder Extrakte empfiehlt man bei Asthma oder Lungenschwäche.

Besonders interessant finde ich die Anwendung bei Psoriasis (Schuppenflechten). Ich habe ein Mazerat (Vogelmieren-Öl) und eine Tinktur angesetzt und damit eine tolle Salbe kreiert. Einer Bekannten hat sie in Kombination mit einer Teemischung sehr geholfen.

Genaueres kannst du in meinem Salben Workshop erfahren.

Anmeldung unter: https://kunst-und-kraeuter.at/product/salben-selber-machen/

Meine Informationen habe ich unter anderem aus folgenden Büchern.

Die Kräuter in meinem Garten (freya)2018

Das große Buch der Heilpflanzen (M. Pahlow) 2006

Paracelsusmedizin (AT Verlag) 2016

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