Die Quitte gibt der Liebe einen Schub.

Die alten Römer glaubten an die anregende Wirkung der Quitte.
Auf dem Balkan wird den Bräuten immer noch empfohlen, Quitten zu essen, bevor sie das Schlafzimmer betreten. Und im Mittelalter wurde schwangeren Frauen geraten, so viel Quitte wie möglich zu essen, um weise Kinder zur Welt zu bringen.

Neben Fruchtfleisch und Schale werden auch die Samen und Blätter als Naturheilmittel verwendet.

Die Quitte tauchte etwa 200 v. Chr. bei den alten Römern auf. Sie nannten die Frucht wegen ihrer behaarten Schale „Wollapfel“ und brachten sie nach Mitteleuropa, von wo aus sie sich bis in den hohen Norden verbreitete. heute wird diese Frucht vor allem im Mittelmeerraum angebaut, hat aber auch in vielen Gärten Mitteleuropas einen festen Platz.
Hippokrates, der berühmteste Arzt der Antike, verschrieb Quitte zur Behandlung von Verdauungsstörungen und Fieber. Das Pektin in der Frucht kann sich positiv auf die Darmflora auswirken und das Wachstum nützlicher Bakterien fördern.
Durch die Bindung von Schwermetallen unterstützt Quitte den Entgiftungsprozess des Körpers.
Das Pektin sorgt dafür, dass bestimmte aus der Nahrung gewonnene Fette sowie Gallensäuren und Cholesterin im Verdauungstrakt gebunden und anschließend aus dem Körper entfernt werden.
Außerdem wird Zucker viel langsamer absorbiert, wenn Pektin im Darm vorhanden ist, und trägt so zum Ausgleich des Blutzuckerspiegels bei.
Einige Studien haben gezeigt, dass Pektin den Cholesterinspiegel senken und Diabetes und Herzerkrankungen vorbeugen kann.
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Volksname: Schmeckbirne, Köttenbaum, Quittich, Gelber Honigapfel, Baumwollapfel, Kitta, Kütta, Quette
Verwendung: Früchte, Kerne, Schale, Blüten
Wirkstoffe: adstringierend, blutbildend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, kühlend, schleimlösend
Inhaltsstoffe: Pektin, Eisen, Fluor, Kalium, Kupfer, Mangan, Natrium, Zink, Vitamine C, Fruchtsäure, Gerbstoffe, Schleimstoffe
Indikation: Husten, Magen-Darm-Beschwerden, Heiserkeit, Rheuma, Gicht, Halsentzündung, Sodbrennen
Verarbeitung: Tee, Mazerat, Marmelade, Quittenkäse, Saft, Likör, Öl, Kosmetik, …


Rezepte:

Erotisches Quittenwachsöl:

Schale von 1 Quitte
50 ml Mandelöl
Den Quittenflaum entfernen, waschen und trockenreiben. Mit einem Sparschäler die Fruchtschale dünn ablösen und ein paar Stunden antrocknen lassen. Danach bei Zimmertemperatur zwei Wochen ziehen lassen. Abseihen und in dunkle Fläschchen füllen. Das Öl in kleinen Portionen zwischen den Handflächen verreiben und dann sanft auf in die Haut einmassieren.

Quittengleitgel:

1 Teil Quittenkerne
8 Teile Rosen Hydrolat
Die Quittenkerne mit dem Hydrolat übergießen und 12 Stunden quellen lassen. Vorsichtig Abseihen, die Kerne sollten nicht verletzt werden. Im Kühlschrank aufbewahren und nach drei Tagen aufbrauchen.

Quittensterne:

140 g Mehl

70 g Butter

40 g Zucker

1 Eigelb

1 Prise Kardamom und Salz

1 Tl. Vanillezucker

Aus den Zutaten einen Mürbteig kneten und eine halbe Stunde kühl stellen.

200 g Marzipanrohmasse

1 Ei

2 El. Quittenlikör

40g geriebne Mandeln

Marzipanrohmasse mit den restlichen Zutaten vermischen und in einen Spritzsack füllen.

150 g Quittenmarmelade

Aus dem Mürbteig Sterne ausstechen und auf ein Backblech legen. Aus der Marzipanmasse Ringe auf die Sterne spritzen und bei 175 Grad (Umluft) 12 Minuten backen.

Das verflüssigte Quittengelee in die noch heißen Marzipankreise füllen.

Ich wünsche gutes Gelingen.

Wildkräuterwanderung